Mobil Oil Raffinerie Wörth
SLF 40/00-40 + TroSLF 40/00-25+1500 P
MB LK 1623 B/Bachert
Baujahr 1969





Die Mobil Oil ließ ihre Werkfeuerwehren meistens mit einen Sonderlöschfahrzeug und einem Trocken-Sonderlöschfahrzeug als Basisfahrzeuge ausstatten. In der Regel waren dies amerikanische Fahrgestelle von International oder GMC mit Aufbauten von National Foam, wie sie auch in Wilhelmshaven zu finden waren. Als Ausnahme wurden die beiden Wörther Fahrzeuge von deutschen Herstellern bezogen. Durch die langen Werfer und den offenen Pumpenstand am Heck haben die beiden Fahrzeuge ein besonders beeindruckendes Aussehen.
SLF






TroSLF







Modellvorgeschichte: Wie so viele andere Modelle, wollte ich auch diese beiden Fahrzeuge bereits seit längeren bauen. Als Basismodelle hatte ich seit ewigen Zeiten zwei MB-Baustellenkipper von Preiser im Schrank liegen. Auf der Intermodellbau 2008 hatte ich dann endlich einmal eine Hilfszeichnung erstellt und im Frühjahr 2008 mit dem Bau angefangen.
Modell: Zuerst mußte ich herausfinden welchen Radstand die beiden Fahrzeuge hatten. Dies konnte ich über die Hilfszeichnung einigermaßen ermitteln und habe diesen beim Modell auf 53,2 mm festgelegt. Dies entspricht 4630 mm im Original und einem sehr ähnlichen Fahrzeug der WF Wacker dessen Radstand mir bekannt war. Die Angabe in einem Buch von Axel Johanssen mit 4200 mm ist definitiv falsch. Da die Federpakete beim Preiser-Kipper einzeln anzubringen sind, war es ein leichtes die beiden Fahrzeuge auf Straßenantrieb mit dem entsprechenden Radstand umzubauen. Weitere Änderungen an der Kabine: Chromleiste um den Kühlergrill, Blaulichtsockel von Roco, Rückspiegel aus Roco- und Preiser Teilen, neue Scheibenwischer, Kotflügelverlängerung nach unten.
Die Aufbauten wurden in der üblichen Bauweise aus Platten erstellt und mit FKS-Blech (4-fach Krähenfussplatte) belegt. Relativ schwierig waren die Aufbauten aufgrund der unterschiedlichen Breiten (und Höhen) der zwei Module sowie der Wölbung des Daches. Beim TroSLF kam noch die Nische für die Bedientafel der Pulveranlage hinzu sowie die Vertiefung für die Aufnahme des Pulverkessels. Dieser wurde auf einem Stück eines alten Preiser-Tanks mit Platten selbst zurechtgefeilt. Die Aufbauten wurden beide abnehmbar gebaut, da auf den Rahmen hinten noch die Pumpenanlage (nach dem lackieren) eingebaut werden mußte. Die Trittbleche zwischen den Achsen und die hinteren Kotflügel waren ebenfalls abnehmbar zum einfacheren lackieren. Geländer von Roco, Monitorteile von Preiser. Die Griffnischen wurden mit einem erhitzten und vorher zurechtgefeilten Metallteil eingeschmolzen.
Wirklich viel Nerven hat die bereits erwähnte Pumpenanlage gekostet. Da auf meinen Bildern nicht ganz ersichtlich war wie die einzelnen Rohrleitungen hinter und unter der Pumpe verlaufen, habe ich diese einfach nach gutdünken und logischen Gesichtspunkten verlegt. Die Seitenteile der hinteren Haspeln hat mir ein Bekannter angefräst so das ich die einzelnen Löcher mit einem Handbohrer sehr gut selbst aufbohren konnte. Die vorderen Haspeln sind aus Preiser-Seitenteilen und Profilen entstanden.
Die einzelnen Schläuche auf dem Dach sind aus 0,3 mm Streifen und Rundprofilen an den Enden selbst gedreht. Das sieht zwar nach völligen Wahnsinn aus, ging aber relativ schnell. Das einzige Probelm war hier zu verhindern das sich einzelne Schläuche wieder selbst entdrehen. Die meisten anderen Kleinteile sind selbstgebaut. Diese ganzen Kleinteile haben die meiste Zeit gekostet. Die Aufbauten entstanden in ca. 4 Wochen, die Kleinteile haben weitere 3-4 Monate gekostet.
Ansonsten ein bisschen Farbe und Decals von meinem „Hoflieferanten“. Sonst war eigentlich nix…..

SLF


TroSLF


Die Kleinteile. Ich hatte diesmal keine Lust die alle einzeln auf eine Platte zu legen, daher diese etwas "unaufgeräumte" Ansicht. Man möge es mir verzeihen.....
