Bin gestern Abend nicht mehr dazu gekommen; aber jetzt und hier der
Halbkettenkran auf MB-Maultier, auch Abschleppwagen (ASW) genannt:
Aus den in Nordstadt reichlich vorhanden Überresten der "Ehem. dt. Wehrmacht" wurde mit tatkräftiger Unterstützung der amerikanischen Befreier ein dringend benötigtes Kranfahrzeug konstruiert, das noch bis weit in die 60er Jahre gute Dienste tat! Vielleicht ein paar grundsätzliche Worte zum "Maultier", da es nun mal kein typisches Feuerwehrfahrzeug ist:
Gleisketten-Lkw 4,5 to Maultier (Sd.Kfz. 315)
Mercedes-Benz L 4500 R, 112 PS, 6-Zyl.-Dieselmotor, 7.274 ccm
Vmax 32 km/h, Verbrauch im Gelände 140 l auf 100 km
Kettenfahrgestell des Panzerkampfwagen II (Sd.Kfz. 21)
L/B/H (Lkw mit Plane): 7.860/2.360/3.215 mm
max. Gewicht 12.700 kg, Nutzlast 5.000 kg
produzierte Fahrzeuge: 594 Stück in 1943, 886 Stück in 1944
So, genug Geschichtsunterricht!

Das Modell basiert auf einem Resin-Bausatz des Maultiers von H&K (bei United Fun zu haben), von dem allerdings nur die Ketten und die "Panzerwanne" mit den Achsen verwendet wird. Die schlimmste Fummelei an diesen Ketten war das Entfernen der Gießreste, die in jedem einzelnen Kettenglied (...sind ja nur 104 pro Seite!) und allen Trieb-, Lauf- und Stützrollen saßen! Der Rest des Modells stammt wieder mal von Roco; mit Ausnahme natürlich des Wrecker-Aufbaus von Athearn (und ungezählten Teilen aus der Bastelkiste)!
Ursprünglich hatte ich vor, den Kranaufbau auf einer einfachen Plattform zu montieren; das erschien mir dann aber zu langweilig und in weiser Vorausschau auf die kommende Beladung ungeeignet. Also musste eine rote Pritsche vom L 4500 S herhalten; allerdings kombiniert mit dem schwarzen Rahmen eines "zivilen" Lkw (...was für eine Schleiferei), da der die schöneren Rückleuchten hat! Bis dann das Laufwerk aus der Lackierwerkstatt (Danke, Thomas!) zurück war, konnte ich schon mal ein bißchen mit dem Vorderwagen "spielen". Aber den einfach so unverändert lassen, das ging natürlich auch nicht! Nee, geht gar nich'!!!




Erst mal erhielt der "Triebkopf" die größere Bereifung vom Brekina-L 4500 und eine nach vorn versetzte, dreiteilige Stoßstange. Immer noch langweilig!!! Also einen beweglichen Abschleppgalgen konstruiert, ein Paar "Fleischerhaken" zum Anschlagen der Ketten und ein Tropenkühler vom Opel Blitz-TLF eingepasst. Besser!!!
Der Athearn-Kran ruht jetzt auf einer Grundplatte aus selbstklebender, schwarzer Bilger-Riffelblechfolie; die optische (und elektrische!) Verbindung zum Vorderwagen bilden Teile eines - zugegeben modernen - seitl. Unterfahrschutzes. Da die Seilstränge des Wreckers etwas schlapp durchhingen, musste ich eine Abspannung mittels Weinert-Ketten und einer roten Was-weiß-denn-ich-Platte von Kibri konstruieren! Also, mir gefällt 's!!!




Fortsetzung folgt!
Gruß aus Nordstadt, Jürgen