
Les plongeurs du Pignon-Chaud
Am CLC in Sansac ist auch die Tauchergruppe des SDIS stationiert. Dafür gibt es mehrere Gründe: Neben der zentralen Lage des CLC bietet es durch die Beheimatung der Feuerwehrakademie auch hervorragende Ausbildungs- und Übungsmöglichkeiten. Durch die Stationierung von Dragon 96 ist der schnelle Lufttransport gegeben.
Der wichtigste Grund bildet aber das Haupteinsatzgebiet der Tauchergruppe: Südlich von Sansac durchschneidet der Canal du midi (http://de.wikipedia.org/wiki/Canal_du_Midi) das Departement. Gerade in den Sommermonaten kommt es dort öfter zu Unfällen mit Wasserfahrzeugen, da ein Befahren des Kanals auch ohne Bootsschein erlaubt ist. Gleichfalls in der Nähe von Sansac liegt der der Wasserzufuhr des Canal du midi dienende Stausee „Lac de barrage de Sansac“ wo es häufiger zu Badeunfällen kommt.
Wichtig zur Tauchergruppe abzugrenzen ist die allgemeine Wasserrettung im Departement. An der Küste zum Mittelmeer wird diese wie im restlichen Frankreich durch die Société Nationale de Sauvetage en Mer (http://de.wikipedia.org/wiki/Soci%C3%A9 ... age_en_Mer) sichergestellt. Auf den Binnengewässern innerhalb des Departement übernehmen die Feuerwachen diese Aufgaben. Dafür werden auf den Véhicule tout usage (MFZ, bzw. KLEF) Kleidung und Ausrüstung vorgehalten. Die Tauchergruppe dient in erster Linie für Arbeits- und Bergungseinsätze. Ausgenommen ist hier die Rettung bei Tauchunfällen in Höhlen, auf welches sich die Einheit spezialisiert hat.
Ausstattung:
Der Tauchergruppe steht ein Gerätewagen Taucher (Véhicule d’intervention subaquatique -> Fahrzeug für den Unterwassereinsatz) auf Basis eines Iveco Daily 4x4 von Gimeax zur Verfügung. Besetzt wird das Fahrzeug wie folgt: Zwei Feuerwehrtaucher, ein Signalmann, Fahrer und zugleich zweiter Signalmann und dem Einsatzführer, der Chef des plongeurs.
Bei Einsätzen auf dem Canal du midi und dem erwähnten Stausee wird ein Schlauchboot auf einem Anhänger mitgeführt (remorque bateau). Auf diesem finden neben dem Schlauchboot mit Außenborder auch zwei Paddel, zwei Kanister mit Kraftstoff und Handwerkzeug Platz.
Zu den Modellen: GW auf Basis eines Wiking Iveco Daily. Seitenfenster ausgefeilt. Wenn man schon hinein schauen kann, soll man auch was sehen, daher habe ich eine Inneneinrichtung gebastelt: Trennwand zum Geräteraum mit zwei Notsitzen und Sitzbank mit integrierten Tauchgeräten. Die Verglasung von Wiking musste hinter den Fenstern von Fahrer- und Beifahrerseite abgeschnitten werden, da dahinter die Verglasung milchig wird. Daher musste ich die Scheiben des Mannschaftsraumes aus Verpackungsmaterial neu einkleben…Das Fahrgestell habe ich ebenfalls höher gelegt. Dacals von TL, Interdecals, Mike Grant und (ganz tolle

Der Anhänger entstand komplett im Eigenbau aus Profilen und Kotflügeln von Rietze. Das Schlauchboot ist das bekannte von Preiser. Außer dem (raren) Schlauchboot von Boley ist mir keine Alternative bekannt. Das Wiking Lehmar ist mir für diesen Einsatzzweck etwas zu groß.
Ich hoffe euch gefällt das Modell genauso gut wie mir und auch die Hintergründe dazu. Mir macht es mindestens genauso viel Spaß über Hintergründe für die Fahrzeuge und das SDIS 96 zu recherchieren wie die Modell zu bauen. Dadurch lernt man viele interessante Dinge kennen.
