Hallo,
na das Thema hat sich ja wieder mal sehr interessant entwickelt!
Die drei-Fenster / zwei-Fenster Varianten waren auch mir bekannt, wobei ich hier wie auch Klaus keinerlei "System" sehe, scheint es quer durch alle Baujahre gegeben zu haben (daran ist es jedenfalls wohl nicht festzumachen), an Fahrgestellbezeichnungen hätten wir jetzt 90 M 5.3, -5.6, -5.7, -5.9, -6.0 und -6.6 (jeweils korrekt mit "F") zusammengetragen, "Iveco
Zeta" war auch mir bekannt, auf Magirus/Fiat "Z" wäre ich in diesem Zusammenhang vielleicht auch noch gekommen, eher wohl aber auf "Fiat NC", aber "Gamma X" habe ich vorher noch nie gehört oder gelesen - sehr interessant. Und zum Thema häßlich und den liebevollen Spitznamen - Eiswagen, Bofrostbeule, Mafia-Dienstwagen, Frittenbude, Gewächshaus - hätte ich auch noch einen: Hier hießen sie Fischwagen, auch in Bezug auf einen Verkaufswagen - der kleine Deutz sah halt mit dem sehr bombierten Aufbau schon etwas seltsam aus, vom formalen gestalterischen Standpunkt vielleicht wirklich kein großer Wurf (zweckmäßig war er trotzdem - der Aufbau).
Super sind in diesem Zusammenhang natürlich auch die von Jürgen beigesteuerten Fotos der seltenen Übergangsvariante des LF 8 auf diesem Fahrgestell mit separater Gruppenkabine (und dies auch noch in zwei Varianten!) und dem abgesetzten Aufbau der nachfolgenden Fahrzeuggeneration auf den als "M"-Reihe (oha... siehe nächster Absatz) bzw. "Viererclub" bekanntgewordenen Fahrgestellen (erste Fahrzeuge m.W. wie zuvor mit dem Kürzel 60-9 A, was ja nichts anderes als 90 (M) 6.0 ff. aussagt).
Hat übrigens jemand der Experten noch, fernab von "Gamma X" oder "Zeta", eine Idee, was es mit "M" und auch "D" in den Fahrzeugbezeichnungen auf sich haben könnte? Ich meine, das "M" fand sich ja sowohl bei den hier behandelten "Gamma X" als auch bei den "Viereclub" -Fahrgestellen in der Bezeichnung, ähnlich verhält es sich bei den größeren Deutzen mit dem "D", das fand sich zuvor, nach der Abkehr von den Planetennamen, auch bei den Eckhaubern. Insofern ist eine Unterscheidung in "M" und "D" eigentlich nicht ganz folgerichtig. Weiter: Für das "D" kenne ich die "Übersetzungen"
Diesel und
Deutz - beides ebenfalls nicht besonders logisch, denn
Diesel (-Motore) hatten sie alle und Deutz (-Motore) waren auch in allen drin, in der Regel meines Wissens auch in den "M" -Fahrgestellen; und selbst wenn ein Fiat resp. Iveco-Motor verbaut war, änderte sich m.W. die Fahrgestellbezeichnung nicht?
Nun aber noch mal zu etwas ganz anderem:
Klaus Fischer hat geschrieben:Er hatte einen sehr schwierigen Stand bei den Feuerwehren. [...] Zudem litt er unter dem damals sehr schlechten Image der starken Rostanfälligkeit italienischer Produkte wie Fiat, Alfasud etc.
Mal abgesehen davon, daß Ende der 70er wohl beinahe alle Auto wie nix gutes rosteten (der ELW 1 der FF Peine, ein BMW 520 Bj. 1978, mußte 1989 nicht zuletzt wegen erheblicher Rostschäden ersetzt werden; Italiener waren aber wohl noch anfälliger, habe da von erheblichen Schäden schon nach sechs Jahren gehört) war an dem Image leider irgendwie was dran. Die besagten drei LF 8 der FF Peine, Bj.1980, benötigten alle in der zweiten Hälfte der 90er Jahre umfangreiche Karosseriearbeiten, die leider letztlich auch nur eine zeitweise Linderung brachten. Dazu noch zwei Belegfotos des Stederdorfer LF 8 im Jahr der Ausmusterung (deswegen wurden die Schäden auch nicht mehr repariert):
Eine ähnliche Rostentwicklung hatten wir hier bei anderen Fahrzeugen nicht (sieht man von besagtem BMW ab), übrigens auch nicht am "Vierten im Bunde", dem bereits vorgestellten GW-N der FF Peine-Kernstadt. Dazu noch ein Bonusbild des Fahrzeugs auf einer etwas weiteren Tour mit einem kleinen Rätsel für die geneigten Betrachter: Wo wurde das Bild wohl aufgenommen (bin mir einer schnellen Lösung sicher...)?
Gruß
Daniel