nachdem ich länger kein Modell mehr gezeigt habe, da schlicht auch keines bisher fertig geworden war (irgendwie häufen sich seit einer Weile nur noch technische Probleme beim Bauen an), hier nun endlich mal was Neues, wenn auch mal wieder nichts im roten Kleid und auch gänzlich ohne Räder - und leider auch wieder nicht mein Eigentum.

Es galt nach dem beleuchteten Christoph 13 "vor einiger Zeit" jetzt eine aktuellere Version eines BMI EC 135 Rettungshubschraubers zu bauen. Das Hauptaugenmerk lag also auf den ergänzten Sandfiltern, die ich am Rumpf neu eingraviert habe, unter dem Rotor hinten sind die Gitter aufgemalt.
Ein paar kleine Stellen um die seitlichen Sandfilter mussten verspachtelt und übermalt werden. Da auch einige Details ergänzt wurden, die ebenfalls die Rumpffarbe haben, das Wiking-Orange aber schwer zu mischen war, entschied ich mich für eine Radikalkur: Aufdrucke entfernen und komplett lackieren (RAL Farbe von Elita). Leider bin ich darin noch lange nicht so gut wie die meisten anderen hier im Forum, aber mit meiner noch recht neuen Airbrushausrüstung ging das immerhin noch besser als mit der bisher üblichen Spraydose.
Die schwarze, für Eurocopter typische Maske habe ich hingegen mit dem Pinsel Freihand aufgemalt - sieht man leider auch. Vielleicht versuche ich es beim nächsten Mal doch mit Abkleben, wozu ich mir entsprechende Schnittmusterschablonen erstellen müsste (es stehen noch vier weitere EC 135 mit dieser Maske an).
Theoretisch hätte ich die Maske vom Peddinghaus-Decalbogen für den Christoph 29 nehmen können, aber die Peddinghaus Decals sind vergleichsweise schlecht zu verarbeiten, nicht mal guter Weichmacher hilft hier was. Außerdem wurden diese ganz offensichtlich für den Roco Heli entworfen und passen nur bedingt auf das Wiking-Modell. Nichtsdestotrotz habe ich so viele Bildchen wie möglich von diesem Decalbogen verwendet (zwei musste ich zudem mit Farbe überarbeiten, die waren schlicht falsch gestaltet).
Innen wurden die Sitze im Patientenraum gezielt nach Vorbild neu gesetzt und ein paar Notarzttaschen und ein Rucksack - in stark vereinfachter Form gebaut - munter verteilt. Das brauchte nicht sonderlich detailliert zu sein, bei geschlossenen Türen kann man das alles ohnehin nur noch mehr erahnen statt wirklich erkennen.
Außen musste logischerweise auch das Landekufengestell stark verändert werden. Ergänzt wurden dann auch, neben einigen Griffen, dem Eigenbau-Scheibenwischer und Antennen in den verschiedensten Formen, die selbstgebauten Lautsprecher und der EADS Hellas-W Kasten unten drunter (zugegeben mit einem dummen modellbauerischen Fehler hinter seiner Scheibe). Auch der Rotorkopf wurde abgeändert. Ein wenig stolz bin ich auf das verglaste Fenster in der Heckklappe, welches absolut nahtlos der Außenwölbung des Rumpfes folgt.
Ach ja: Wie schon erwähnt hat Peddinghaus für die Decals den Hamburger Christoph 29 "Turtle Air" genommen. Dieser Hubschrauber wurde aber zwischenzeitlich weitergereicht und "landete" nun eben bei der Luftrettung in Siblin/Ahrensbök in Ostholstein (Stand: Herbst 2017). Damit wird er nun von den Johannitern besetzt, was auch beim Modell eine Neugestaltung des hinteren Fensters auf der Copilotenseite notwendig machte.
Hier nun ein paar Bilder - leider keine "Innenaufnahmen", die habe ich beim Bau mal wieder vergessen.¹) Ich hoffe, Euch gefällt das Teil einigermaßen.













¹) Nachtrag:
Was man beim Durchstöbern von Speicherkarten nicht so alles findet, von dem man gar nicht mehr wusste, dass man das tatsächlich hatte: Ich hatte doch beim Bau zwei ganz schnelle Bilder der umgestalteten Inneneinrichtung aufgenommen und hab sie oben nun hinzugefügt...

